Wer sich mit jüdischer und antisemitismuskritischer Bildung beschäftigt, steht oft vor drei zentralen Herausforderungen:
- Zersplitterte Informationen: Materialien, Angebote und Veranstaltungen sind über viele Institutionen und Websites verteilt – und dadurch schwer auffindbar.
- Geringe Vernetzung: Zwischen Schulen, Hochschulen, NGOs und außerschulischen Lernorten fehlen häufig verbindliche Austausch- und Kooperationsstrukturen.
- Begrenzter Zugang zu geprüften Materialien: Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte haben oft nicht die Zeit, gezielt nach hochwertigen Inhalten und Angeboten zu recherchieren.
Hier setzt JEWLIF an.
Von 2025 bis 2028 entsteht mit EPACE eine kuratierte Online-Plattform, die Bildungsinstitutionen vernetzt und den einfachen Zugang zu qualitativ hochwertigen und bedarfsgerechten außerschulischen Bildungsangeboten ermöglicht. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Prävention und Bekämpfung des Antisemitismus sowie der Förderung der Sichtbarkeit jüdischen Lebens.
Bereits bis Ende 2026 wird EPACE ein KI-gestütztes Newsletter-System bieten, das kuratierte Nachrichten sowie Veranstaltungs- und Fortbildungsangebote verschiedener Bildungsträger bündelt und verbreitet.
Ergänzt wird dies durch ein integriertes Buchungssystem für Bildungsangebote an außerschulischen Lernorten – etwa für Museen, Gedenkstätten, jüdische Gemeinden, NGOs, Think Tanks und weitere zivilgesellschaftliche Einrichtungen.
Zunächst bundesweit verfügbar, wird die Plattform ab 2027 europaweit ausgeweitet.
EPACE entwickelt sich so zu einem zentralen digitalen Knotenpunkt für antisemitismuskritische Bildungsarbeit in Europa – transparent, zugänglich und vernetzt.