Berlin
Der Gastgeber
Alexandros Papaioannou, Botschafter der Hellenischen Republik in Deutschland, und sein Team haben uns ohne Zögern ihr Haus geöffnet. Was uns berührt hat: wie genau der Botschafter das jüdische Leben in Griechenland und seine Geschichte kennt, und mit welcher Sorgfalt er in seiner Eröffnung darüber gesprochen hat. Ein so warmer und aufrichtiger Empfang tut gut, gerade jetzt, in schwierigen Zeiten für jüdisches Leben in Europa. Das gibt Hoffnung.
Der Abend
Nach der Eröffnung durch den Botschafter begrüßte Andrei Aaron Kovacs, Generalsekretär von JEWLIF, die Gäste. Jonathan Guggenberger, Kurator der Ausstellung, hielt die Keynote. Auf dem Podium sprachen anschließend Dr. Anja Siegemund, Direktorin der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, Shani Rozanes, Nahost-Expertin der Deutschen Welle und kommissarische Leiterin des Advisory Team on Antisemitism and Israel/Palestinian Territories, Jonathan Guggenberger und Andrei Aaron Kovacs. Shelly Kupferberg, Journalistin und Autorin, moderierte den Abend. Nico Beyer, Regisseur der Kurzfilme in der Ausstellung, war aus Paris per Video zugeschaltet. Die Veranstaltung fand auf Englisch statt.
Der Abend in Bildern
Worum es in der Ausstellung geht
„Stolz und Vorurteil – Juden im Blick“ fragt, wer Jüdinnen und Juden zeigt, und wie. Es geht um Darstellung und Selbstdarstellung in der digitalen Bildkultur, um Stereotype in sozialen Medien und in den Bildern generativer KI. Befragt wurden jüdische Content Creator, Künstlerinnen und Künstler sowie Fachleute aus Medienwissenschaft und Kunstkritik. Dazu kommen die Kurzporträts von Nico Beyer aus der Reihe 60sec.mentsh, die Einblick in die jüdische Gegenwart Europas geben.
Die Ausstellung ist eine Kooperation von JEWLIF und der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum. Bis zum 17. November 2026 ist sie in der ehemaligen Frauenempore der Neuen Synagoge Berlin zu sehen. Ab 2027 geht sie als Wanderausstellung auf Reisen durch Europa.
Danke
Danke an Botschafter Alexandros Papaioannou und sein Team. Danke an unseren Kooperationspartner, die Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, an Dr. Anja Siegemund und ihr Team. An Jonathan Guggenberger für die Keynote, an Shani Rozanes für ein Podium mit Haltung und an Shelly Kupferberg für eine Moderation, die den ganzen Abend getragen hat. An Nico Beyer, ohne dessen Kurzfilme es diese Ausstellung nicht gäbe, und an sein Filmteam. Und vor allem an die mutigen Protagonist*innen, die vor der Kamera ihre Geschichte erzählen. In diesen Zeiten ist das keine Selbstverständlichkeit.